Alias Caylon

Vornamen verraten manchmal mehr als einem lieb ist - zumindest was die Herkunft angeht. Bei einem waschechten Xaver oder Franz-Josef zum Beispiel denkt man wohl kaum an ein Nordlicht, sondern eher an einen Vollblut-Bayern. So gesehen haben die beiden Frontmänner der Band „Alias Caylon” schon mal gehörig Glück. Ihre Vornamen „Thays” und „Fin” klingen nämlich erst mal nach allem, nur nicht nach Deutschland. Dänemark würde man den beiden da schon eher als Herkunftsland zugestehen. Doch, falsch gedacht. Die beiden Frontmänner samt ihrer Band stammen aus Flensburg.

Mit „Resorbing Everything” haben die Jungs vor vier Jahren ihr Debütalbum veröffentlicht und dafür schon mal gehörig Lobeshymnen eingefahren. Die musikalische Vielfalt zwischen Indie und Post-Hardcore verdrehte Musikkritikern den Kopf. „Follow The Feeder” haben sie jetzt ihr zweites Werk genannt. Der fütternden Chart-Hand rennen die Flensburger darauf allerdings nicht hinterher.

Denn statt trendy Lederjacken zu tragen und auf cool und gleichgültig-ironisch zu machen, besinnt sich das Quartett lieber auf Bands wie At The Drive-In und Sunny Day Real Estate. Auf eine Zeit also, als Jimmy Eat World noch in Jugendzentren spielten und “Emo” noch kein Schimpfwort war.

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22.03.2009

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