
Erst Gottmaschine - The God Machine. Dann die Weisheit - Sophia. 1991 gründet Robin Proper-Sheppard die melancholisch Alternative-Rock-Band The God Machine. Mit ihrer Musik, die an Bauhaus und an frühe The Cure erinnert, ist in der US-Heimat des Trios allerdings nicht allzu viel zu holen. Da feiert man lieber bierselig zu Guns N Roses als den düsteren Klängen zu lauschen. Also zieht die Band kurzerhand nach London, baut sich dort schnell eine Fangemeinde auf. Der schwermütige Sound ist einige Jahre vor Brit Pop und seinen Stadionhymnen ein willkommener Gast in den Untergrund-Clubs der britischen Stadt.
Nach zwei veröffentlichten Alben, die der Band reichlich Kritikerlob einbringen, trennt sich das Trio allerdings 1995. Völlig unerwartet stirbt Bassist Jimmy Fernandez an Krebs, woraufhin seine Band-Buddies, Sänger Robin Proper-Sheppard und Schlagzeuger Ronald Austin, nicht mehr unter dem alten Bandnamen auftreten wollen. Zu viele positive Erinnerungen an die gemeinsame Zeit überschatten The God Machine. Es kommt zur Schaffenspause.
Doch nach gut anderthalb Jahren juckt es Proper-Sheppard wieder in den Fingern. Er gründet die Band Sophia - dieses Mal in seiner kalifornischen Heimat. Auf dem Ende 1996 erschienenen Debütalbum „Fixed Water” geht es wesentlich leichtfüßiger zu als noch bei The God Machine. Kein reiner Rock mehr, dafür wesentlich mehr Melodien aus dem Fundbüro des Pop bestimmen die Songs.
Mittlerweile haben Sophia fünf Studio-Alben veröffentlicht. Zuletzt „There Are No Goodbyes” im Frühjahr dieses Jahres. Live ist das Künstler-Kollektiv gerade auf großer Europatour und obwohl der Zeitplan alles andere als großzügig ist, hat Frontmann Robin Proper-Sheppard Zeit gefunden bei MotorFM vorbeizukommen. Eine Stunde lang spielt er uns hier, wie er selbst sagt, seine „Sadlist” vor. Welche Songs es in seine traurige Liste geschafft haben, das erfahrt ihr beim MotorFM Ohrspiel.
Playlist:
Josh Rouse - Sad Eyes
Hank Williams - Alone And Forsaken
Stina Nordenstam - Winter Killing
Band of Horses - No One’s Gonna Love You
Ryan Adams - Winding Wheel
The National - Slow Show
Astrid Williamson - Run
Kristin Hersh - Your Ghost
Craig Armstrong - Let’s Go Out Tonight
Neil Young - A Man Needs A Maid
Jenny Lewis - Your Are What You Love
Nächste Woche gibt es hier die Lieblingssongs von Chuck Ragan, dem Ex-Frontmann von Hot Water Music, der jetzt solo unterwegs ist.

















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